Artikel vom 18. Juni 2009

Wüste(n) Zwitschereien - 3

WSOP Kolumne

Wüste(n) Zwitschereien - 3
von ralph

Mitten in der Wüste zwitschert es gewaltig. Die PokerPros in Las Vegas lassen keine Minute vergehen ohne ihre neusten Erlebnisse, Hände oder Weisheiten via Twitter aufs Pokervolk los zu lassen. In dieser WSOP Kolumne greife ich mir nach Belieben die Twittereien der Pokerstars heraus.

Eine prima Übersicht über die WSOP Termine findet ihr hier. Selbstverständlich twittere ich neben der Kolumne auch selbst noch ab und zu was Nützliches (z.B. Links, Video, völlig unpassende Musik) also schaut mal vorbei: https://twitter.com/countcologne. Für alle Kolumne-Relevanten Tweets versuche ich #pokermania als Tag zu setzen. Ihr seid selbstverständlich eingeladen mitzumachen und diesen Tag zu benutzen!
Schmerz
Twittern tut weh – so habe ich zumindest bei einigen Twitterwaschlappen der WSOP den Eindruck. Allen voran selbstverständlich Oberweiner Phil Hellmuth, der unverständlicherweise trotz absolut überlegener Spielweise immer noch kein zwölftes Bracelet hat einfahren können. Heute ließ uns Phil dann auch noch wissen, dass er bei der berühmt berüchtigten HighRoller-Chinese Runde in der VIP Lounche zur Abwechslung mal ganz 101 Punkte miese gemacht hat. Das mach nach Adam Riese stolz 50.500$ - nicht schlecht für ein paar Turnierpausen.
Doyle Brunson hat da seine eigenen Rezepte, die schlechte Laune nach unplanmäßig beendetem Turnier zu bekämpfen. Der alte Mann des Poker bestellt sich einfach die Maximalausstattung eines neuen Luxusgeländewagens und fühlt sich daraufhin wieder echt gut. Nun wissen wir also endlich, die Automobilindustrie in den USA ist nur vor die Hunde gegangen, weil Brunson und Co in den letzten Jahren einfach zu gut gespielt haben.

Müdigkeit
Es zeichnete sich bereits nach der ersten Woche Dauer-Turnier-Grinderei eine bleierne Müdigkeit unter den Multi-Table Pros ab. Spätestens wenn in unseren Gefilden der Hahn kräht liest man nur noch von müde Kartenspielern. Einige versuchen den nächtlichen Schlafmangel damit zu kompensieren, dass sie die ersten drei bis vier Level eines Turniers erst einmal grundsätzlich und im wahrsten sinne des Wortes verschlafen. Sollen sich die Amateure doch schon früh im Turnier verausgaben. Negreanu und der Rest der cleveren Bande treten an sobald die Blinds richtig weh tun.

Verluste
Neben Jan von Halle ist es bisher zu kaum einem deutschsprachigen Pro durchgedrungen, dass fleißiges twittern bei der WSOP zum guten Ton gehört. Außer dem Ex-Intelli Mann aus Hamburg tauchte zum Glück noch Sigi Stockinger auf der Twitterbildfläche auf. Ausgerechnet diesen Hoffnungsträger der 140-Zeichenberichterstattung muss ich dann mit meinem spontanen Bericht über das Pokergroßereingis (Hold’em Cologne gegen den Rest der Welt) in der tiefsten Provinz nördlich von Köln nerven und als Follower verlieren – Mist! Selbstverständlich werde ich in Zukunft für solche Dinge einen anderen Account nutzen.
Also Sigi, kannst zurückkommen!

Hoffnungen
Schmerz, Müdigkeit, Verlust – nein, eine Kolumne in Krisenzeiten muss hoffnungsvoll enden: In Kürze treffen ein paar Dutzend Pokerbundesliga-Spieler in Las Vegas ein und werden dort einen NoLimit Hold’em Event rocken. Ich hoffe auf viele Tweets, gute Laune und seeehhhr tiefe Platzierungen für die Bande!

Bewertung: 2.3/5 (29 Stimmen)

ralphklement
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09.10.09
12:41 Uhr
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Artikel vom 18. Juni 2009
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Kommentare

ralphklement schrieb
am 18.06.09 um 23:28 Uhr
Die PBL ist jetzt auf Pokermania auch mit einem eigenen Blog vertreten: http://www.pokermania.de/poker-blog-667-mein-wsop-2009-blog.html