Artikel vom 06. März 2009

Es gab eine Million und für mich ein Mikrofon

Es gab eine Million und für mich ein Mikrofon
von Meike Busch

Die CAPT Bregenz 2009 war das Zusammentreffen hochkarätiger europäischer Spieler wie Andreas Krause, Eddy Scharf und Giovanni Salvatore und und und. Ich hatte die Ehre den Final Table dieses großen Events mit zu kommentieren. Wie kam es jedoch dazu eine Spielerin an die Kommentation des Final Tables zu lassen?

Meine ersten Moderationserfahrungen habe ich bereits in der Pokernight bei GIGA Digital TV gesammelt. Durch die Moderation der Pokernight habe ich ein Gefühl für Kameras, Studioumgebung und wie man durch eine Pokersendung führt, bekommen. Aufgrund dieser Vorkenntnisse und meiner Tätigkeit für Betsson hat sich für mich die Möglichkeit ergeben den Final Table mitzukommentieren.
Und so kam dann was kommen sollte. Joe Fuchshofer, Edgar Stuchly und ich kommentierten den Final Table, der per Internet Livestream übertragen wurde. Interessant war, dass wir keine Einsicht in die Karten, zum Beispiel durch Lipstick Cams, hatten. Dies war jedoch kein Abbruch um spannendes Poker kommentieren zu können. Den Luxus zu haben aus der Vogelperspektive auf diese Szenen schauen zu können, ist nicht nur eine tolle, sondern auch dankbare Aufgabe. Wenn man dann auch noch das Ganze aus der Sicht der Spieler kennt und ab und an eine lustige Anekdote einwerfen kann, macht das anscheinend auch den Zuschauern sehr viel Spaß. Wie heisst es so schön?
"Aus größerer Entfernung ist es natürlich einfacher das Muster des Teppichs zu erkennen, als wenn man mit der Nase direkt darauf hängt."

Dazu die folgenden drei Beispiele:
Toni Judet - er hat direkt zu Beginn des Final Tables dem Chipleader den Schneid abgekauft und durch seine sehr aggressive Spielweise dem einzigen Spieler, der ihm gefährlich hätte werden können, soviel Chips abgenommen, dass Toni recht früh selbst in Führung ging. Er wurde für sein mutiges Poker mit dem ersten Platz belohnt.
Andreas Krause - Der zweitplatzierte Spieler hat gezeigt, dass das Sprichwort "in der Ruhe liegt die Kraft" durchaus seine Berechtigung hat. Der Deutsche hat als einer der Shortstacks am Final Table Platz genommen und mit viel Geduld gute Gelegenheiten abgewartet und zum richtigen Zeitpunkt gehandelt.
Dragan Galic - ein sehr guter Spieler, der durch seine aggressive Spielweise zunächst einige Pötte einstreichen konnte. Gegen Mitte des Final Tables fand er allerdings nichtmehr in sein Spiel zurück. Schönes aggressives Poker vom Kroaten, aber leider hat er am Ende einfach Pech gehabt.

Daran sieht man wie facettenreich Poker sein kann! Im Rahmen der Veranstaltung habe ich gemerkt wieviel Freude mir das Moderieren und Kommentieren immer noch bereitet. Und ich bedanke mich recht herzlich für das tolle Feedback bei den Zuschauern. Solche Gelegenheiten können ruhig öfter vorkommen.
www.meikebusch.com

Bewertung: 3.4/5 (30 Stimmen)


Artikel vom 06. März 2009
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Kommentare

Blade1109 schrieb
am 14.03.09 um 18:34 Uhr
Schade das es für dich nicht zum FT gereicht hat!

Aber wie man liesst hattest du bei deinem "Zeitvertreib" viel Spass und ich hoffe du hast auch demnächst wieder die gelegenheiten deinem Moderationstalent freien lauf zu lassen!

Lg Rüdi!